Neunkirchen Nightmares – Cologne Cardinals III 09:02 / 05:02
Eine Woche nach dem gelungenen Saisonauftakt gegen die Bonn Capitals (10:1 + 10:4) ging es für die Herrenmannschaft vergangenen Sonntag gegen die Cologne Cardinals. Da in dieser verkürzten Saison jedes Spiel etwas mehr zählt blickte das Team gespannt dem Spieltag entgegen. Insbesondere auch, da im Vergleich zu letzter Woche einige Spieler nicht zur Verfügung standen. Markus Bardenheuer musste noch verletzt aussetzen und auch auf Lukas Schumacher und Pitcher Max Henseler musste das Trainer-Duo Krisztian und Becker verzichten. Dass das Team dennoch stark aufgestellt ist, zeigte sich gegen die erfahrenen Kölner. Beide Spiele gingen mit 09:02 und 05:02 an das Team aus Neunkirchen.
Spiel 1:
Ähnlich wie im ersten Spiel gegen Bonn, dominierte Jonas Krisztian auch in Spiel 1 gegen die Cardinals. Gleich die ersten 6 Schlagmänner schickte er per Strikeout direkt wieder zurück auf die Bank. 6 weitere Strikeouts folgten im weiteren Verlauf des Spiels. Insgesamt gelangen den Kölnern nur zwei Hits. Ein Fehler und zwei Walks sorgten im letzten Inning für die einizgen beiden Runs auf Seiten der Cardinals. Die Nightmares hingegen starteten bereits im ersten Inning stark im Angriff. Hits von Jonah Kirchhoff, Jonas Krisztian, Tim Caspers und Dominik Becker sowie ein Walk für Pascal Bund brachten prompt 3 Punkte aufs Scoreboard. Ein weiterer Run im zweiten und fünften Inning ließen die Hoffnungen auf den dritten Sieg in Folge größer werden. Die Vorentscheidung fiel dann schließlich im sechsten Inning. Mehrere Walks und Hit-by-Pitches gepaart mit einem Basehit von Christian Fiolka sorgten für eine komfortable 9:0 Führung. Der 10. Run zum vorzeitigen Spielende sollte jedoch nicht gelingen. Trotz den 2 Runs der Kölner im siebten Inning gewannen die Nightmares souverän mit 9:2 und sicherten sich somit den ersten Tabellenplatz.

Spiel 2:
Ohne Pitcher Max Henseler, dem normalerweise Spiel zwei zugeschrieben ist, hing es diesmal an Dominik Becker die Kölner Offense zurückzuhalten. Auf Seiten der Kölner war es Markus Müller, ein erfahrener Pitcher, der schon mehrere Bundesligaeinsätze zu verbuchen hat und es den Nightmares schwerer als in Spiel 1 machen sollte. Bis ins dritte Inning ließen beide Mannschaften keine Punkte zu. Dann jedoch waren es die Kölner, die mit zwei Basehits und einem Hit-by-Pitch die ersten zwei Punkte aufs Scoreboard brachten. Die Antwort der Nightmares ließ ein Inning auf sich warten ehe Pascal Bund und Michael Polanco nach zwei Hits und zwei Hit-by-Pitches den 2:2 Ausgleich erlaufen konnten. In der Defense standen die Nightmares die restlichen Innings sehr solide und verhinderten somit jegliche Versuche der Cardinals wieder in Führung zu gehen. Es war das sechste Inning, welches erneut die Vorentscheidung bringen sollte. Fünf Basehits von Polanco, Caspers, Becker, Fiolka und Kirchoff sorgten schließlich für den 5:2 Endstand.

Nachdem die Nightmares die Hinrunde nun souverän abgeschlossen haben, steht das Team mit 4 Siegen und keiner Niederlage auf Platz 1 und hat somit die besten Chancen ins Liga-Finale einzuziehen. Je nachdem wie die Partie Bonn gegen Köln kommendes Wochenende ausgeht, würde den Herren am nächsten Heimspieltag, den 30.08. gegen Bonn, bereits 1 Sieg reichen, um das Final-Ticket zu ziehen. In einem möglichen Finale würde man gegen den Erstplatzierten der zweiten NRW-Liga-Staffel antreteten. Dieser wäre zum aktuellen Stand die Ratingen Goose Necks, die noch aus der letzten 2.Liga-Saison bekannt sind und aktuell ebenso ungeschlagen an der Tabellenspitze stehen. Trotz der guten Ausgangssituation sind die Augen voll auf das nächste Ligaspiel gerichtet. Am 30.08.2020 empfangen die Herren ab 13 Uhr die Capitals aus Bonn auf heimischer Anlage. Vorbeischauen lohnt sich!


Spiel Nummer eins begann mit Heimteam Pitcherin Janneke Ogink auf dem Mound und Leoni Lamersdorf hinter der Platte. Nur die ersten drei Schlagfrauen der Capitals durften die Box betreten, da die erste Hälfte des 1. Innings nach zwei Strikeouts und einem Flyball schon direkt wieder beendet war. Gegen Bonner Pitcherin Lee Lankhorst und Catcherin Maxine Dunford sah es für die Nightmares schon besser aus: Janneke Ogink kam durch einen Error auf Base und konnte auf Arlene Wachendorfs Single den ersten Punkt erlaufen.










Erst im 4. Inning, nach einem weiteren Punkt für die Neunkirchenerinnen durch Jana Rogges Double und Rebecca Schumachers Sacrifice Hit gelangte Tübinger Schlagfrau Nummer 5 (Schaible, J.) mit einem Single auf Base und konnte durch den Double der nachfolgenden Schlagfrau (Richardson) punkten. Somit stand es 5:1. Die Nightmares konnten anschließend noch zwei weitere Punkte vorlegen: Janneke Ogink singelte sich auf Base und Leoni Lamersdorf nutze den Error des Short Stops, um ebenfalls safe auf Base zu sein. Danach sorgte erst hannah Grundmann mit einem starken Hit dafür, dass Janneke Ogink das 6:1 erzielen konnte, gefolgt von einem Sacrifice Hit von Malia Irlenborn, welcher den Vorspung zu 7:1 ausbaute.
Die Neunkirchen Nightmares starteten nun als Heimteam in die Defensive. Janneke Ogink pitchte auf Catcherin Leoni Lamersdorf. Das Duo zeigte sich in diesem Spiel von seiner besten Seite: Insgesamt 9 Strikeouts waren einer der Gründe für punktelose Offensiven der Hawks. Auf der anderen Seite sah es jedoch ähnlich aus: Insgesamt 7 Strikeouts mussten die Nightmares durch das US-Amerikanischem Pitching (Spinas-Valain) der Hawks hinnehmen. Die Innings dieser Partie waren sowohl von schnellen Outs als von verpassten Chancen durch auf den Bases verbliebene Läufer geprägt. Bis ins 7. Inning war es keiner von beiden Mannschaften gelungen auch nur einen einzigen Punkt zu erzielen. Im Vergleich zum ersten Spiel hatte sich die Hit-Anzahl der Nightmares von 12 auf 6 halbiert, was für das starke Pitching der Tübinger sprach und leider reichten genau diese Hits nie aus, um den entscheidenden Punkt über die Platte zu schlagen.
Nun galt es jedoch einen einzigen Punkt zu erzielen, was das ganze bisherige Spiel nicht gelungen war. Hannah Rodriguez startete als Tie-Breaker auf der Second Base. Janneke Oginks Kontakt war ihr Aus, ließ Hannah jedoch nach drei vorrücken und brachte Leoni Lamersdorf an den Schlag. Das heimische Dugout hielt die Luft an, als Leonis Schläger den Ball tief in die Lücke zwischen Left-, und Center-Field katapultierte und entließ sie mit lautem Gejubel, als Hannah Rodriguez die Homeplate überquerte. Trotz nur einem Aus war das Spiel hier zu Ende, denn genau dieser Punkt hatte gefehlt, um das Spiel als zweiter Sieg des Tages für die Nightmares zu besiegeln und den Einzug in das Halbfinale im Kampf um die Deutsche Meisterschaft 2019 zu sichern.







